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Taufe Symbole: Fisch, Taube, Engel & Co

Im Christentum sind viele verschiedene Symbole bekannt. Einige davon stehen in enger Verbindung mit der Tauffeier. Sowohl bei Kinder- als auch bei Erwachsenentaufen begegnen Sie unterschiedlichen christlichen Zeichen. Jedes von ihnen hat eine bestimmte Aussagekraft.

Was bedeuten sie und welchen Bibelpassagen entsprechen ihrer Symbolik? Diese und weitere Antworten erhalten Sie in der folgenden Rubrik.

Eucharistische Fische, ein typisches christliches Symbol

Wasser und Wellen

Strömendes Wasser ist Lebendigkeit. Auf diese Weise wird das Taufwasser nachempfunden. Zudem erinnern seine Wellen an den Jordanfluss, in dem Jesus als Erwachsener getauft wurde. Deshalb nimmt das Wasser einen elementaren Stellenwert bei der Taufzeremonie ein. Es ist gewissermaßen die ‚Grundvoraussetzung‘, unter der Taufen stattfinden können.

Ähnlich wie Jesus geht auch der Täufling aus dem klaren Wasser hervor. Das Wasser steht stellvertretend für das neue Leben als Christ. Die Schuld wurde durch das Taufwasser abgespült und macht Platz für die Vergebung.

Kerze und Licht

Das Licht spiegelt Jesu Worte ‚Ich bin das Licht der Welt‚ wider.
Üblicherweise wird die Taufkerze an der Osterkerze angezündet. Diese Aufgabe erfüllt zumeist der Zelebrant. Anschließend empfangen die Eltern oder Taufpaten die brennende Kerze. Bei einer Erwachsenentaufe nimmt sie hingegen der Täufling selbst an.

Bei intensiver Nutzung schmilzt das Kerzenwachs. Auch darin besteht ein Bezug zu Jesus: Er gab sich für die Menschen dahin. Ähnlich wie die Kerze mit ihrem Feuer und ihrer Wärme. Überdies besitzt Licht eine besondere Kraft: Es kann das Dunkel besiegen. Jesus hat am Ostertag mit seiner Auferstehung den Tod vernichtet. Deshalb steht das Kerzenlicht für seinen großen Sieg über das Finstere.

In einem Osterlied heißt es ‚Befreit sind wir von Angst und Not. Das Leben hat besiegt den Tod. Der Herr ist auferstanden‘.

A & O

Die Buchstaben A & O stehen für die griechischen Entsprechungen ‚Alpha‚ und ‚Omega‚. Im griechischen Alphabet bildet A den Anfang und O das Ende. Beide zusammen verweisen auf Gottes Treue zu den Menschen: Auch für sie ist er das Alpha und das Omega, vom Anfang bis zum Ende bleibt er bei jedem einzelnen von ihnen.

In der Osternacht wird die neue Osterkerze mit den Worten ‚Alpha und Omega‘ ins frische Weihwasser eingetaucht. Später verteilt der Priester das Wasser auf die vorhandenen Tauf- und Weihwasserbecken.

Christusmonogramm

Insbesondere auf Grußkarten oder Taufbüchern ist oft die Buchstabenkonstellation ‚Chi Rho‚ in griechischer Schrift zu lesen. In unserer Schrift sieht es wie XP aus. Es geht auf die Zeit der ersten Christen zurück und wurde seitdem auf verschiedene Weise ausgelegt.

Mit den griechischen Buchstaben XP fängt der Namen ‚christos‘, also ‚Christus‚ an. XP ist Jesu Name in Kurzform. Eine andere Auslegung gibt an, dass die Lettern das lateinische ‚Pax‘ (Frieden) abkürzen.

Taube

Mit der Taube wird der Heilige Geist anschaulich dargestellt. Als sich Jesus von Johannes im Fluss Jordan taufen ließ, senke sich der Geist Gottes als eine Taube auf ihn herab. Zu diesem biblischen Kontext gehören die Worte ‚Dies ist mein geliebter Sohn‘.

Fisch

Das Zeichen des Fisches stammt aus frühchristlicher Zeit. Während des römischen Reiches in der Antike mussten sich die Christen in heimlichen Zusammenkünften treffen. Dabei diente ihnen der Fisch als Erkennungszeichen. Er nimmt Bezug auf Jesu Auftrag an seinen Jünger Petrus: ‚Von nun an wirst du Menschen fischen‘.

Kreuz

Kaum ein anderes Symbol der christlichen Religion ist bekannter als das Kreuz. Jesu Kreuzigung und Auferstehung brachte den Gläubigen das Ewige Leben. Durch ihn wurde den Christen die Erlösung zuteil und das Kreuz soll es ihnen in Erinnerung rufen. Viele Gläubige tragen ein Kreuz als Kettenanhänger, oft werden Holzkreuze in der Wohnung aufgehängt.

In der Kirche oder auch im privaten Gebet macht man das Kreuzzeichen. Es gilt sozusagen als die ursprünglichste Gebetsform. Mit der Formulierung ‚Im Namen des Vaters, und des Sohnes, und des Heiligen Geistes‘ gedenken Gläubige der göttlichen Dreieinigkeit.

Baum / Lebensbaum

Bäume stehen mit ihren Wurzeln für Festigkeit und Bestand. Genauso fest soll auch der Glaube an Gott verwurzelt sein. In der Bibel ist vom blühenden Baum die Rede. Seine Blätter bleiben selbst in der Wüste noch grün. Durch den Glauben geht man nicht zugrunde, sondern wird von Gott erhalten.

Daneben gilt der Baum als Symbol der Hoffnung und des Gottvertrauens. Beides wird durch seine Wurzeln deutlich, aber auch durch die grünen Blätter. In der Bibel vergleicht Jesus einen guten Menschen mit einem Baum, der reiche Früchte trägt. Die bildliche Gegenüberstellung wird in den Psalmen erwähnt.

Das Taufkleid

Mit dem weißen Taufkleid wird die Reinheit und Unschuld des Täuflings ausgedrückt. Des Weiteren deutet es auf die Unsterblichkeit hin. Häufig spricht der Priester während der Taufe den Spruch ‚Jetzt hast du Christus angezogen‘. Damit zitiert er aus der Bibel, konkret aus dem Galaterbrief. Somit kann das Taufkleid als Zeichen für die Verbundenheit mit Jesus angesehen werden.

Sein makelloses Weiß stellt die Unbeflecktheit des Getauften sichtbar dar. Getaufte Kinder tragen meistens zu weit geschnittene Kleider: Ihr Christsein befindet sich erst am Anfang und will noch ausgefüllt werden. Erwachsene Täuflinge verzichten auf ein klassisches Taufkleid, können aber trotzdem weiße Garderobe für das Fest auswählen.

Chrisamöl

Mit dem Chrisamöl wird der Täufling im Rahmen der Taufzeremonie gesalbt. Der Priester segnet ihn mit dem Öl. Üblicherweise trägt er es mit einem Kreuzzeichen auf die Stirn des Getauften auf.

Seit jeher gilt Salböl als besonders kostbar. Damals salbte man Könige und hohe Würdenträger, darüber hinaus Propheten. Ihren Rang nimmt nun auch der Täufling ein. So wertvoll das Öl ist, so vielmehr liebt Gott jeden einzelnen Menschen. Im Übrigen geht der Name ‚Christus‘ auf die griechische Vokabel ‚christos‘ zurück, was übersetzt ‚der Gesalbte‘ bedeutet.

Schutzengel

Engel gelten als himmlische Boten, die Gott zu uns sendet. Deshalb steht der Schutzengel sinnbildlich für das Bündnis zwischen Himmel und Erde. Durch sie wird Gottes Wille in die Welt getragen. Deshalb bringen Engel immer eine gute Botschaft zu den Menschen.

In der Bibel spielen Engel bei wichtigen Ereignissen eine Rolle: Maria Verkündigung geschah durch den Engel Gabriel. Die Hirten auf dem Feld erfuhren von einer Engelschar über die Geburt Jesu. Am Ostersonntag wachte ein Engel vor dem leeren Grab.

So nah wie die Engel den Menschen sind, soll auch ein Schutzengel über den Neugetauften wachen. Er soll an seiner Seite bleiben und ihn begleiten. (Schutz-)Engel sind also ein Zeichen für Gottes Treue zu jedem von uns.

Glaube, Hoffnung und Liebe

Auch diese christlichen Tugenden lassen sich grafisch darstellen. Dem Glauben entspricht das Kreuz, der Hoffnung ein Anker. Die Liebe wird durch das Herz versinnbildlicht. Auf Lateinisch heißen alle drei ‚Fides, spes et caritas‘.

Die drei Symbole gehen auf eine Passage im Korintherbrief zurück. Aus dem Textauszug geht hervor, dass die Liebe stärker ist als Glaube und Hoffnung. Die letzten beiden erfüllen sich im Himmel, wohingegen die Liebe damit nicht endet.

Der gute Hirte

Im Rahmen der Taufe wird der Täufling nicht nur in die kirchliche Gemeinschaft integriert. Er geht zudem als Kind Gottes aus der Tauffeier hervor. Als Symbol für diese innige Beziehung steht der Hirte mit seiner Herde. Jesus selbst sagte über sich ‚Ich bin der gute Hirte‘. Mit seinen Worten wird deutlich, wie sehr ihm die Seinen – die Schafherde – am Herzen liegen.

‚Der Herr ist mein Hirte, nichts wird mir fehlen‘. Mit diesem eindeutigen Satz drücken die Gläubigen ihr Vertrauen auf Gottes Barmherzigkeit aus. Gott hat ihnen seine Treue und seinen Beistand versprochen. Da er gütig ist, hält er seine Verheißung. Auf diesen Zuspruch gründen die Christen ihre Hoffnung.


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