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Taufe Checkliste: Einfach selbst planen & vorbereiten

Eine Taufe ist ein wichtiges Ereignis im Leben eines Kindes und stellt den Eintritt in die religiöse Gemeinschaft dar. Es handelt sich also um ein wichtiges Fest im Leben des Kindes. Die Taufe, die Versorgung der Gäste, Dokumente und Co. gilt es allerdings vorzubereiten.

Damit Sie gut vorbereitet sind und wissen, worauf Sie achten müssen, leitet Sie der folgende Artikel und zeigt die perfekte Planung für eine Taufe auf.

Nutzen Sie unsere Taufe-Checkliste zur Planung!

Allgemein Planungspunkte

Wann sollte mit der Planung begonnen werden: Mit der Planung selbst sollten Sie mindestens 6 Monate im Voraus anfangen.

Denn je mehr Zeit Sie haben, desto…

  • …größer ist die Auswahl an Terminen für die Taufe,
  • …mehr Zeit ist für die Gestaltung der Einladungskarten,
  • …mehr Gäste haben Zeit,
  • …größer ist die Auswahl an Restaurants, Festsälen usw.

Es hat also viele Vorteile, wenn Sie sich ausgiebig Zeit für die Planung der Taufe Ihres Kindes nehmen.

Wer plant die Taufe?

Grundsätzlich planen die Eltern die Taufe, denn sie müssen ja auch ein paar Entscheidungen treffen (Konfession, Taufpate, Ort usw.). Für die Ausarbeitung können Sie aber auch einen oder beide Taufpaten bitten, Sie zu unterstützen. Denn das zählt auch zu seinen Aufgaben, die er durch die Taufpatenschaft auf sich übernimmt.

  • Der Taufpate kann bei der Beschriftung der Einladungskarten oder beim Verteilen helfen.
  • Auch bei der Besprechung mit dem Pfarrer kann er zugegen sein und seine Vorschläge einbringen.
  • Am Tag der Taufe selbst ist er eine große Unterstützung für Sie. Dann kann er die Tauftorte entgegennehmen, die Gäste empfangen oder das Patenkind unterhalten.

Welche Konfession hat das Taufkind?

Bei der Vorbereitung der Taufe kommen einige Fragen auf, u.a. die Frage nach der Konfession:

  • Welche Konfession soll das Kind haben?
  • Welche Konfession haben beide Elternteile?
  • Welche Konfession ist für die Zukunft des Kindes die beste?
  • Welche Konfession ist in der Familie Tradition?
  • usw.

Diese Fragen treten im Besonderen dann auf, wenn die Eltern bzw. Familien unterschiedliche Konfessionen haben. Wenn Sie sich nicht sicher sind, können Sie einen Termin mit einem Pfarrer ausmachen. Den Termin sprechen Sie mit dem zuständigen Pfarrbüro ab. Der Pfarrer beantwortet all Ihre Fragen und unterstützt Sie bei der Wahl der Konfession.

Tipp: Wählen Sie die Konfession, die sie Ihrer Überzeugung nach besser vertreten und auch vermitteln können.

Wann ist die Taufe?

Der Termin im Pfarrbüro ist in jedem Fall hilfreich, da Sie gleich Verfügbarkeit und Termin klären können.

Den gewünschten Tauftermin sollten Sie vorab mit den wichtigen Personen in Ihrem Umfeld abgesprochen haben. Dazu zählt auch, dass Sie die Taufpaten bestimmen.

Fragen Sie sie bei einem gemütlichen Abendessen, ob sie gerne Taufpaten Ihres Kindes werden möchten. Ein kleines Präsent mit der Frage ist ein schönes Zeichen der Anerkennung und Wertschätzung.

Wahl & Pflichten der Taufpaten

Die Taufpaten sind ein wichtiger Bestandteil der Taufe. Sie sollen eine Stütze für das Kind sein. Das gilt sowohl im alltäglichen Leben als auch im christlichen Glauben.

Aus diesem Grund sollte der Taufpate nach Möglichkeit die gleiche Konfession wie das Kind haben. Der Taufpate ist eine Art Wegbegleiter und sollte stets ein offenes Ohr für sein Patenkind haben.

Zu großen Ereignissen sollte der Patenonkel bzw. die Patentante genauso präsent sein wie im Alltag auch:

  • Geburtstag des Kindes,
  • zur Einschulung,
  • zur Kommunion bzw. Firmung/Konfirmation
  • Schulabschlüsse etc.
  • Gemeinsame Ausflüge,
  • der Besuch des Gottesdienstes
  • und weitere Unternehmungen

Ein Kind hat in der katholischen Kirche in der Regel zwei katholisch getaufte Paten, die über 16 Jahre alt sind. In der evangelischen Kirche können bis zu vier Paten das Amt übernehmen. Meist suchen sich Eltern einen männlichen und einen weiblichen Paten aus. Das ist allerdings nicht Pflicht. Das Patenamt dauert in der christlichen Gemeinschaft bis zur Firmung bzw. Konfirmation des Kindes.

Kirche und Taufe

Für die Planung der Taufe ist es wichtig, eine Kirche herauszusuchen. Haben Sie sich auf eine Konfession geeinigt, können Sie im Pfarrbüro Ihrer gewünschten Kirche nach einem Tauftermin fragen. Sie müssen nicht unbedingt im Einzugsgebiet der Kirche wohnen. Für diesen Fall sollten Sie mit Ihrem zuständigen Pfarrbüro weitere Einzelheiten besprechen.

Darüber hinaus kann das Folgende im Pfarrbüro geklärt werden:

  • Gottesdienstablauf
  • Platzangebot in der Kirche
  • Wahl der Lieder und Musik (ggf. eigene)
  • Dekoration in der Kirche

Viele Kirchen bieten einen eigenen Tauftermin für Sie an. Sofern Sie es wünschen, kann die Taufe auch in einem Gottesdienst am Wochenende stattfinden. Das hat den Vorteil, dass die Gemeinde anwesend ist. Das macht den Gottesdienst familiärer und bringt eine fröhliche Atmosphäre mit. Denn die Taufe symbolisiert den Eintritt in die christliche Gemeinschaft. Das Kind wird offiziell in die christliche Gemeinde aufgenommen.

Dokumente für die Taufe

Im Pfarrbüro erfahren Sie auch, welche Dokumente wichtig sind. Darunter fallen z. B.

  • das Anmeldeformular,
  • die Geburtsurkunde des Kindes,
  • das Stammbuch der Familie,
  • Taufschein der Eltern
  • usw.

Musik für die Taufe

Im Pfarrbüro erfahren Sie auch, ob ein Orgelspieler oder ein Band die Taufe musikalisch unterstützen kann. Haben Sie jemanden, der ein Instrument wie etwa Klavier, Schlagzeug, Saxophon o.ä. spielt? Oder haben Sie einen bekannten Chor, der Sie gerne musikalisch unterstützen möchte? Dann fragen Sie beim Pfarrer oder im Pfarrbüro nach, ob die Möglichkeit dazu besteht. Das macht die Taufe persönlicher.

Ablauf der Taufe

Im gleichen Zuge können Sie mit dem Pfarrer den Ablauf der Taufe besprechen.

  • Wie läuft der Gottesdienst ab?
  • Welche Aufgaben haben Sie?
  • Welche Aufgaben haben die Paten?
  • Welche Lieder werden gespielt?
  • Gibt es in der katholischen Messe eine Eucharestiefeier oder nicht?
  • Wann können/ dürfen Fotos gemacht werden?

Taufspruch

Für die Taufe ist auch der Taufspruch sehr wichtig. Fragen Sie den Pfarrer nach einem geeigneten Taufspruch oder suchen Sie selbst im Internet oder in der Bibel danach. Sie können auch Ihren eigenen Taufspruch nehmen. Das schafft eine enge Verbindung zu Ihnen und Ihrem Kind. Möglich Bibelstellen sind z.B.:

  • Psalm 118, 6
  • Psalm 139, 5
  • Jesaja 41, 13

Lesen Sie auch unsere Beiträge mit Texten zur Taufe sowie entsprechende Fürbitten.

Dekoration

Bei einer privaten Messfeier kümmern sich die Eltern um den Blumenschmuck. Dann können Sie an die ersten Bänke kleine Blumensträuße anbringen. Der Altar wird mit einem festlichen Blumenschmuck verziert.

Die Blumen dürfen Sie nach der Taufe mitnehmen. Dann dienen die Blumen als Tischschmuck für die Feier. Die Gemeinde freut sich aber auch über die kleine Blumenspende, die in der Kirche bleiben kann. Sofern Sie die Arbeit nicht selbst übernehmen möchten, können Sie

  • einen Floristen beauftragen,
  • den Küster/die Küsterin um Mithilfe bitten,
  • Gemeindemitglieder um Hilfe bitten
  • usw.

Für die Taufe und die anschließende Feier können Sie einen Fotografen engagieren. Er kümmert sich darum, die schönsten Erlebnisse auf Fotos festzuhalten.

Feier

Die Planung der Tauffeier ist ebenso entscheidend wie die Gestaltung des Gottesdienstes. Nach der Taufe kommen die geladenen Gäste zusammen und feiern den Täufling gebürtig.

Location

Dafür können Sie eine Location buchen:

  • einen Gemeindesaal,
  • ein Restaurant,
  • einen Festsaal in einem Gutshaus

Manche lassen die Taufe auch bei sich zu Hause stattfinden. Bedenken Sie dabei den Platz, den Sie für alle Gäste benötigen. Bei einer Gästezahl ab 8 Personen sollten Sie nach Möglichkeit einen Raum mieten. Geben Sie bei der Buchung an, dass es sich um eine Tauffeier handelt. Dabei können Sie gleich ein paar Details besprechen:

  • wie die Tische stehen sollen,
  • wie viele Gäste kommen,
  • wie die Tischdeko aussehen soll,
  • welche Speisen und Getränke es geben soll

Denken Sie auch an einen gesonderten Tisch für die Taufgeschenke.

Dekoration

Die Tischdeko können Sie nach Möglichkeit auch selbst gestalten. Ziehen Sie dafür die Paten heran und basteln schöne Fische aus Perlen, einen Regenbogen aus Pappe, kleine Tauben aus weißer Pappe.

Dazu können Sie passende Namenskärtchen für die Sitzordnung basteln. Typisch christliche Motive können dafür genutzt werden wie etwa ein Kreuz, Fische, Tauben, die Arche Noah, einen Regenbogen.

Die Tischdeko und Namenskärtchen samt Sitzordnung übergeben Sie dem Servicepersonal einen Tag vorher. So können die Tische und Stühle rechtzeitig aufgestellt werden. Sie müssen sich um nichts mehr kümmern.
Im Restaurant sollte sich ein Servicepersonal um die Wünsche Ihrer Gäste kümmern.

Speiseangebot

Klären Sie die Speisenfolge im Vorfeld ab. Eine klare Suppe ist ein guter Start. Überlegen Sie, ob ein warmes Buffet, kaltes Buffet oder ein Menü Sinn macht. In diesem Fall berät Sie der Gastronom sicher gern. Fragen Sie Ihre Gäste nach Lebensmittelallergien und -unverträglichkeiten. Zudem sollte auch eine vegetarische Speise im Angebot sein.

Viele Caterer und Gastronomen können besondere Speisen für diese Gäste zaubern.

Gäste

Für die Planung der Taufe ist eine Gästeliste ratsam. Diese können Sie von Beginn der Planung an erstellen und im Laufe der Zeit ergänzen. Ganz oben auf der Liste stehen

  • die Eltern und der Täufling und seine Geschwister,
  • die Paten,
  • die Partner der Paten,
  • die Großeltern,
  • Freunde und Verwandte
  • usw.

Auf die Gästeliste können auch Spielkameraden des Täuflings gesetzt werden. So hat der Täufling einen Freund an seiner Seite und ist gut unterhalten.

Die Gäste sollten frühzeitig über den Tauftermin in Kenntnis gesetzt werden. Das können Sie mit einer sogenannten Save-the-Date-Karte erledigen. Die eigentliche Taufeinladung folgt einige Wochen später mit weiteren Details.

Einladung

Auf der Einladungskarte sollten folgende Dinge stehen:

  • Datum und Uhrzeit der Taufe,
  • Adresse der Kirche und der Location,
  • Zu- bzw. Absage bis zu einem Datum,
  • Telefonnummer der Eltern
  • Optional: Bild des Kindes
  • Optional: Spruch

Eine Fahrgemeinschaft ist eine gute Option für Menschen, die nicht mehr mobil sind. Eine Wegbeschreibung kann auf die Einladungskarte gedruckt werden.

Weiteres

  • Für die Taufe ist ein Taufkleid wichtig. Die weiße Farbe symbolisiert die Reinheit des Kindes. Das Taufkleid wird in vielen Familien weitergereicht.
  • Die Taufkerze wird während der Messe mit Weihwasser besprüht. Es soll an das Taufwasser im Jordan erinnern, wo Johannes der Täufer Jesus getauft hat. Die Taufkerze können Sie fertig bestellen oder selbst gestalten. Das Taufdatum, der Name des Kindes und christliche Symbole sollten auf der Taufkerze zu sehen sein.
  • Wenn Sie auf der Suche nach einem Geschenk sind, sollten Sie überlegen, welche Geschenke Sinn machen. Schauen Sie z. B. unter taufgeschenke-ideen.com, wo es viele schöne Ideen gibt.

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