Skip to main content

Sparbuch als Taufgeschenk: Auf welchen Namen | Betrag | Tipps

Die Taufe ist das erste große Fest im Leben eines neuen Erdenbürgers. Durch das christliche Ritual wird der kleine Täufling als neues Mitglied der kirchlichen Gemeinde begrüßt. Im Anschluss an die Fürbitten zur Taufe werden dann von den Gästen die Geschenke überreicht. Das ist der Moment, auf den sich jeder, der zu einer Taufe eingeladen hat, ausgiebig vorbereitet. Nach wie vor ist als Taufgeschenk ein Sparbuch äußerst beliebt.

Häufig wird das Sparbuch von den Großeltern angelegt, mitunter aber auch von den Taufpaten, die von den Eltern bestimmt wurden.

Aber Achtung: Es gilt einiges zu Bedenken, wenn ein Sparbuch verschenkt wird und im Folgenden beantworten wir die folgenden Fragen:

  • Auf welchen Namen wird das Sparbuch am besten eröffnet?
  • Sind andere Anlagen heutzutage nicht sinnvoller?
  • Wie viel Geld sollte angelegt werden?
  • Und ist ein Geldgeschenk nicht doch die bessere Alternative?
Sparbuch zur Taufe
Beliebt bei Großeltern und Gästen: Geldgeschenke bzw. ein Sparbuch zur Taufe

Auf welchen Namen soll das Sparbuch eröffnet werden?

Ein Sparbuch kann bei einem Kreditinstitut Ihrer Wahl angelegt und dann direkt mit einem beliebigen Anfangsbetrag gefüllt werden. In Abhängigkeit Ihrer finanziellen Möglichkeiten können Sie dann zum Beispiel monatlich, vierteljährlich oder jährlich einen kleinen oder größeren Geldbetrag auf das Sparbuch einzahlen.

Auch besondere Anlässe wie der Geburtstag des Taufkindes eignen sich gut dazu, einen extra Geldbetrag auf das Sparbuch zu überweisen. Wenn Sie beispielsweise bei der Sparkasse oder einem anderen Kreditinstitut ein Konto eröffnen möchten, um dem Täufling ein Sparbuch zu schenken, gibt es vorab aber einige Aspekte, die Sie klären sollten. Das betrifft vor allem die Frage, auf welchen Namen das Sparbuch laufen soll und ob nicht doch andere Formen der Geldanlagen in der heutigen Zeit sinnvoller sind.

Auf den Namen des Taufkindes

Prinzipiell können Sie natürlich das Sparbuch direkt auf den Namen des Taufkindes anlegen lassen. Allerdings müssen hierfür die Eltern einverstanden sein und unterschreiben.

Das Sparbuch muss nämlich bis zur Volljährigkeit des Kindes über die Eltern laufen. Erst danach geht das Geld offiziell an den Täufling über und kann dann zum Beispiel für den Führerschein oder eine größere Anschaffung verwendet werden.

Auf den Namen der Eltern

Eine Alternative ist es, das Sparbuch direkt auf den Namen der Eltern auszustellen. Diese können das Geld dann bis zum 18. Lebensjahr ihres Kindes verwalten und es danach an es auszahlen.

Allerdings birgt diese Variante immer auch die Gefahr, dass sich die Eltern jederzeit an dem Geld, das eigentlich für ihr Kind gedacht ist, bedienen können – gerade in finanziellen Notsituationen ist das oftmals verlockend.

Auf den eigenen Namen

Wenn Sie auf Nummer sicher gehen möchten, dass das Sparbuch bis zum 18. Lebensjahr des Täuflings nur mit Geld aufgefüllt wird und sich noch niemand daran bedient, ist es die beste Lösung, das Sparbuch auf Ihren eigenen Namen anzulegen.

  • Pünktlich zum 18. Geburtstag, wenn sicher bereits eine beträchtliche Geldsumme angespart wurde, können Sie das Sparbuch dann an das Kind übergeben.
  • Das Geld wird dann gern für den Führerschein, das eigene Auto oder die erste Wohnung genutzt.

In diesem Fall bleibt das Sparbuch die ganze Zeit über bei Ihnen und Sie können frei darüber verfügen, wie viel Geld wann eingezahlt wird.

Welche anderen Anlagen machen Sinn?

Viele Verbraucher sind unsicher, ob es heutzutage überhaupt noch Sinn macht, ein Sparbuch anzulegen, weil die Zinsen derart niedrig sind und fragen sich, ob andere Anlagen nicht lukrativer wären.

  • Eine Alternative wäre zum Beispiel das beliebte Tagesgeld oder auch das Festgeld, allerdings ist der Zinssatz in beiden Fällen nur minimal höher.
  • Sie können das Geld auch in Fonds anlegen, wenn Sie mehr Zinsen auf die Ersparnisse erhalten möchten, sollten sich aber darüber bewusst sein, dass diese Anlageform immer auch mit einem höheren finanziellen Risiko verbunden ist.
  • Eine weitere, derzeit recht lukrative Möglichkeit besteht darin, das Geld in Gold zu investieren.
  • Des Weiteren gibt es noch die Möglichkeit für einen Sparbrief, bei dem das Geld für eine feste, nicht kündbare Laufzeit angelegt wird. Der Zinssatz ist dabei beständig und etwas höher als bei einem Sparbuch für Kinder. Je länger Sie die Laufzeit wählen, desto höher ist auch der Zins. Allerdings ist bei einem Sparbrief anders als beim Sparbuch immer eine Mindesteinlage erforderlich, die von Bank zu Bank unterschiedlich ausfällt.

Es bleibt festzuhalten, dass Ihnen an dieser Stelle Experten oft gegensätzliche Tipps liefern. Am besten wenden Sie sich an einen Vertrauten, der sich mit Finanzprodukten auskennt.

Welcher Betrag soll angelegt werden?

Beim Taufgeschenk-Sparbuch haben Sie die Möglichkeit, den Betrag, den Sie anlegen wollen, individuell festzulegen.

  • Die meisten Großeltern oder Taufpaten entscheiden sich dafür, als Geschenk zur Taufe einen höheren Anfangsbetrag wie 100 Euro einzuzahlen.
  • Zusätzlich überweisen sie einmal im Monat einen kleinen monatlichen Betrag wie beispielsweise 5 Euro.
  • Wenn Sie diesen Einzahlungsrhythmus bis zur Volljährigkeit des Kindes beibehalten, hält es pünktlich zu seinem 18. Geburtstag ein Sparbuch mit rund 1000 Euro Guthaben in den Händen – was in diesem Alter eine beachtliche Summe ist.

Einzahlungen zu besonderen Anlässe

Zusätzlich besteht noch die Möglichkeit, bei besonderen Anlässen weitere Geldbeträge auf das Sparbuch einzuzahlen.

  • Viele Großeltern oder Taufpaten stehen zum Geburtstag des Taufkindes und zu Weihnachten ohnehin vor der Frage, was sie schenken sollen. Sie können sich etliche graue Haare sparen, indem Sie statt eines Geschenkes einfach einen Geldbetrag auf das Sparbuch einzahlen.
  • So wächst das Guthaben auf dem Sparbuch des Täuflings noch einmal deutlich an. Falls Ihnen diese Art des Sparens nicht zusagt, können Sie natürlich auch nur einmal im Jahr einen größeren Betrag überweisen. Hier sind Sie vollkommen flexibel.

Sparen für den Führerschein

Wenn es die finanziellen Mittel zulassen und Sie nicht regelmäßig für den Täufling sparen möchten, besteht natürlich auch die Möglichkeit, das Sparbuch direkt für einen bestimmten Zweck anzulegen.

  • Gern genutzt wird dafür der Führerschein. Recherchieren Sie vorab, wie hoch die Kosten ausfallen werden – im Fall des Führerscheins müssen Sie mit ungefähr 2000 Euro rechnen – und legen Sie als Geschenk zur Taufe direkt den gesamten Betrag auf dem Sparbuch an.
  • Dann wissen die Eltern genau, woran sie sind und dass sie für den Führerschein des Kindes keine zusätzlichen Rücklagen mehr bilden müssen.

Sparbuch oder Geldgeschenk – was ist besser?

Der größte Vorteil des Sparbuchs besteht eindeutig darin, dass das Geld fest gebunden ist – und zwar bis zur Volljährigkeit des Kindes.

Vorteile des Sparbuchs

Wenn Sie ein Geldgeschenk zur Taufe überreichen, ist es hingegen sehr wahrscheinlich, dass die Eltern das Geld sofort ausgeben und zum Beispiel in Spielzeug, Windeln, Kleidung oder andere aktuell notwendige Anschaffungen investieren – selbst wenn Sie das Geld mit dem Zusatz „für den Führerschein“ überreichen. Wenn das nicht in Ihrem Sinne ist, sind Sie mit einem Sparbuch als Taufgeschenk besser beraten. Zwar besteht dann immer noch die Gefahr, dass das Kind das Geld später eben nicht für den Führerschein ausgibt, sondern anderweitig verwendet, aber zumindest kann der Täufling in diesem Fall selbst über sein Geld verfügen.

Zudem sind Sparbücher eine sehr sichere Geldanlage, im Vergleich zu anderen Anlageformen, wie beispielsweise Aktien etc. Ein Geldgeschenk ist natürlich in barer Form auch sicher.

Nachteile des Sparbuchs

Allerdings hat das Sparbuch auch ein paar Nachteile: Dazu gehört zum Beispiel, dass die Zinsen aktuell nur sehr niedrig sind.

  • Von allein wird sich das Geld also kaum vermehren, sodass sich ein Sparbuch im Prinzip nur lohnt, wenn Sie regelmäßige Einzahlungen vornehmen.
  • Dazu kommt noch, dass der Aufwand für das Anlegen eines Sparbuchs zur Taufe etwas höher ist als bei einem reinen Geldgeschenk. Sie müssen zuerst auf die Bank gehen, ein Sparbuch eröffnen und sich Gedanken über den Sparplan machen.
  • Dennoch lohnt es sich aus unserer Sicht, ein Sparbuch zur Taufe zu verschenken, weil es für den Täufling eine finanzielle Absicherung seiner Zukunft darstellt und auch die Eltern in dieser Hinsicht entlastet.

Verpackung & Co: 5 abschließende Tipps

  1. Beim Verschenken ist Ihre Kreativität gefordert. Sie können zum Beispiel ein Sparbuch basteln, das Sie schön verpacken und den Eltern zur Taufe überreichen. Wenn Sie möchten, können Sie dort auch den von Ihnen ausgedachten Sparplan notieren, damit die Eltern wissen, mit welchem Betrag sie zum 18. Lebensjahr des Kindes ungefähr rechnen können.
  2. Falls Sie kein Basteltalent sind, genügt es natürlich auch, einfach auf eine Glückwunschkarte einen netten Spruch zu schreiben, mit dem Sie ausdrücken, dass Sie ein Sparbuch für den Täufling angelegt haben, welches erst später überreicht wird.
  3. Eine schöne Idee ist es zudem, ein niedliches Stofftier oder eine Puppe zu verschenken, welche eine Kopie des echten Sparbuchs in ihren Händen trägt. So erhält das Kind zur Taufe sowohl ein Geschenk, mit dem es direkt etwas anfangen kann, als auch eine Investition in die Zukunft.
  4. Auf jeden Fall sollten Sie das Sparbuch mit einem kleinen Begleittext verschenken, um dem Täufling zusätzlich Ihre Glückwünsche zu überbringen. Dafür eignet sich zum Beispiel ein kleines Gedicht, das Sie natürlich gern auch selbst dichten und somit das Sparbuch mit einbeziehen können. Aber auch religiöse Sprüche und Zitate sind als Begleittexte zum Taufgeschenk Sparbuch ideal.
  5. Es gibt auch viele Forenbeiträge, die sich mit dem Thema befassen, dort können Sie noch weitere Tipps beziehen:

Ähnliche Beiträge