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Die katholische Taufe: Hintergründe zu der Tradition

Die Taufe ist ein christlicher Initiationsritus. Durch sie werden Babys, seltener auch Kleinkinder, Jugendliche und Erwachsene in die Gemeinschaft der Gläubigen aufgenommen. In kleineren Gemeinden dient sie außerdem dem Zweck, das neugeborene Kind der Gemeinde vorzustellen.

In diesem Beitrag möchten wir die Frage beantworten, worum geht es bei der Taufe?

Christliche Taufe

Die Taufe geht hierbei auf eine lange Tradition zurück, denn sie war bereits zu Jesu Zeiten unter den Juden verbreitet. Jesus selbst wurde durch Johannes den Täufer im Jordan getauft. Nicht zuletzt zählt die Taufe zu den heiligen sieben Sakramenten der katholischen Kirche.

Ursprung der Taufe

Das Wort Taufe entstammt dem Griechischen („baptízein“) und bedeutet untertauchen oder eintauchen. Der Ursprung der Taufe liegt im Alten Testament. Hierbei wird durch die Taufe ein Aussätziger wieder rein gewaschen.
Ebenfalls bekannt ist die sogenannte „Johannestaufe“. Im neuen Testament wird bei der Johannestaufe die Taufe durch Johannes vorgenommen, einer der Jünger von Jesus. Den Evangelien von Johannes zufolge wurde auch Jesus von Johannes getauft.

Bei katholischen Tauffeiern wird zwischen der orthodoxen, der evangelischen, der baptistischen sowie der neuapostolischen Tauffeier unterschieden. Die Unterschiede liegen in der liturgischen Ordnung, den Glaubensbekenntnissen und dem Ablauf.

Christliche Taufe

Besonders verbreitet ist die Taufe im christlichen Glauben (katholisch und evangelisch), als Kind oder als Erwachsener – dies wird auch als Kinder- und Gläubigertaufe bezeichnet. Auch in jüdischen Glaubensrichtungen gibt es Rituale, die der Taufe ähnlich sind und eine innere und äußere Reinigung bewirken sollen. Früher war der Zweck eine persönliche Sache, zwischen Täufer und „Sündiger“, der reingewaschen werden sollte. Heute wird meist bereits im Kindesalter getauft.

Bei christlichen Glaubensrichtungen ist die Taufe besonders häufig. Es wird zwischen zwei unterschiedlichen Arten der Taufe unterschieden. Die Kinder- und die Gläubigertaufe. Der Unterschied besteht im Zeitpunkt und in der Person, die das Bekenntnis ablegt.

  • Die Kindertaufe erfolgt, wie es der Name schon sagt, im Kindesalter. Dabei versprechen die Eltern bzw. der Taufpate eine christliche Erziehung des Kindes und bekennen sich zum christlichen Glaube und zu Jesus Christus.
  • Bei der Gläubigertaufe werden gläubige Erwachsene getauft und bekennen sich selbst öffentlich zu Jesus Christus. Es gibt auch einige taufgesinnte Kirchen, in dieses wird nur die Gläubigerkaufe praktiziert. Kindertaufen werden in solchen Kirchen nicht durchgeführt, jedoch kann ein Gläubiger seine Kindertaufe dort noch einmal „auffrischen“ und seinen Glauben öffentlich bekennen, dann wird die Taufe anerkannt.

Die Kindertaufe

Bei der Kindertaufe bekennen sich die Eltern oder der Taufpate zum christlichen Glauben. Das Kind wird anschließend von einem geistlichen in einem symbolischen Akt reingewaschen und in die christliche Gemeinschaft aufgenommen. Meist versuchen die Gäste die Eltern mit den Taufgeschenken zu unterstützen, zum Beispiel mit einer Windeltorte oder einem anderen Geschenk, das dem neugeborenen Jungen oder Mädchen zugutekommt.

Die Taufe ist ein Ritual, dass die Reinigung von Sünden (Erbsünden) symbolisiert. In den meisten Glaubensrichtungen spielt dabei Wasser eine große Rolle. Durch Untertauchen, oder Übergießen mit Wasser wird der Gläubige gereinigt.

Was passiert bei der katholischen Taufe?

  • Die katholische Taufe wird in einen Gottesdienst integriert. Babys werden hierbei das ganze Kirchenjahr hindurch getauft, während Jugendliche und Erwachsene das Sakrament der Taufe meist zu Ostern gespendet bekommen.
  • Bei der Taufe eines Babys sind sowohl die Eltern als auch zwei Taufpaten zugegen. Üblicherweise hält ein Elternteil das Kind, während die Paten die Taufkerze halten und Gebete sprechen.
  • Der Priester vollzieht die Taufe, indem er dem Kind dreimal Wasser aus dem Taufbecken über die Stirn gießt. Hierbei spricht er die Worte: „Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes“.
  • Anschließend wird das Kind noch mit Chrisamöl gesalbt. Dies geschieht in Anlehnung an die Königstaufen früherer Zeiten und in Erinnerung an Christi Königtum.
  • Wenn das Kind das Taufkleid nicht bereits bei der Taufe trägt, wird es ihm nun überreicht und angezogen. Anschließend wird das Kind in der Gemeinde willkommen geheißen.

Symbole der Taufe

  • Bei der Taufe kommen verschiedene Symbole zum Tragen. So steht das Taufwasser beispielsweise für eine Reinigung des Kindes und die Befreiung von der Erbsünde. Das dreifache Begießen mit Wasser steht symbolhaft für die Trinität Gottes.
  • Die Taufkerze symbolisiert das Licht Gottes, das durch die Taufe in das Leben des Kindes tritt und es auf seinem Lebensweg begleiten wird. Häufig wird die Taufkerze von den Eltern aufbewahrt und kommt bei der Erstkommunion und Firmung des Kindes wieder zum Einsatz.

Somit wird eine Brücke zwischen Taufe, Erstkommunion und Firmung geschlagen, wodurch symbolisiert wird, dass der Glaube den gesamten Lebensweg des Kindes prägt. Das Chrisam erinnert durch seinen Namen an die Verbindung zu Christus und salbt das Kind in dessen Namen. Das Taufkleid steht für die Reinheit, die das Kind durch die Taufe erfahren hat. Es ist von der Erbsünde befreit und kann schuldlos in der Gemeinschaft der Christen willkommen geheißen werden. Die katholische Taufe stellt damit den Eintritt in die Glaubensgemeinschaft dar.


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